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Das Mönchsleben
auf dem Land
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Autor: Wilfried
Stevens /
Siam-Journal
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Dieser Beitrag soll Ihnen einen Einblick in das Leben der Mönche in den ländlichen Gebieten Thailands ermöglichen. Sie werden dadurch auch viel offener gegenüber den Buddhismus und dem Denken und Fühlen der Thais treten können. Die meisten Beobachtungen machte ich dabei in der kleinen Ortschaft Nong Chok, in der Nähe von Minburi, im östlichen Randgebiet der Region Bangkok. Dort gibt es noch viele intakte und genutzte Kanäle, die Klongs, wo sich auch zwei Wat befinden, die mir bei meinen Beobachtungen "Modell" standen. Doch es waren nicht nur Beobachtungen, sondern auch viele Gespräche mit den Mönchen, den Anwohnern und Familienmitgliedern, um alles verstehen zu können. Will man tiefer in die Kultur und den Charakter der Thais eindringen, ist es notwendig, sich mit ihrer Religion zu befassen. Der Buddhismus wird in den ländlichen Gebieten noch am meisten gepflegt, wo immerhin ca. 65% der Bevölkerung Thailands lebt. Der thailändische Buddhismus gehört zur sogenannten südlichen Schule, dem Hinayana-Buddhismus, dem auch die meisten Nachbarstaaten, außer Vietnam, angehören. Das Gegenstück zum Hinayana-Buddhismus, der z.B. in China, Japan und Vietnam gepflegt wird, ist der Mahayana-Buddhismus. Noch immer wird der Buddhismus in der westlichen Welt fehlinterpretiert. Der Buddhismus ist keine Religion im eigentlichen Sinn des Wortes, sondern eher eine ethische Gesinnung und Philosophie. Dabei betet der Buddhist keinen Gott an, sondern strebt den Weg Buddhas an, um nach den Regeln des Buddhismus zu leben, und dafür später eine Erlösung zu erlangen, die ihm der Wiedergeburt anrechnet wird. |